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Weingut Hermannsberg

Riesling zwischen Fluss und Fels - Gut Hermannsberg präsentiert mit der Traiser Bastei ein neues Großes Gewächs.

„Niemand hatte auf das x-te Rieslingweingut in Deutschland mit Sehnsucht gewartet. Alles war neu: die Mannschaft, das Vertriebssystem, das Qualitätskonzept. Insofern war es ein erstaunlich guter Start, den in dieser Art niemand erwartet hat. Auch wir selbst nicht“, sagt Betriebsleiter Karsten Peter über den Neuanfang von Gut Hermannsberg bei Niederhausen an der Nahe.

Der 1902 als Königliche Preussische Weinbaudomäne gegründete Betrieb wurde 2009/2010 von seinem neuen Besitzer Jens Reidel unter dem neuen Namen Gut Hermannsberg komplett neu aufgestellt. 30 Hektar ausschließlich Erste Lagen und rund 100 Jahre Tradition als Top-Riesling-Weingut bildeten dafür eine gute Basis.

„Der Jahrgang 2009, der erste unter der neuen Regie, hat deutlich gezeigt, wohin die Reise gehen soll. Und dabei setzen wir auf höchste Qualität und Beharrlichkeit“, so Peter. Untrügliches Zeichen für den richtigen Weg: Der Jahrgang 2009 war per Frühjahr 2011 ausverkauft. Und die Großen Gewächse Niederhäuser Hermannsberg und Schlossböckelheimer Kupfergrube 2009 waren bereits Monate vor der Markteinführung ausreserviert: Die Kunden hatten von der hohen Qualität der zuvor lancierten Basisweine auf die zu erwartende Qualität der GG geschlossen – und Recht behalten!

2010 war, wie überall in Deutschland und Österreich, ein schwieriges Weinjahr. Peter, als Betriebsleiter für Weinberge und Keller von Gut Hermannsberg zuständig, rechnet mit durchschnittlich 50% weniger Menge, in einzelnen Parzellen sogar mit minus 75%.

Erfreuliche Nachricht: Mit dem Jahrgang 2010 kommt zu den Großen Gewächsen Hermannsberg und Kupfergrube ein drittes GG hinzu: die Traiser Bastei. „Erst 2010 war die Reife der Trauben so perfekt, die Qualität so hoch, dass wir den Riesling aus dieser Lage erstmals als Großes Gewächs deklarieren“, so Peter.

Die Traiser Bastei macht ihrem Namen alle Ehre: Eingeklemmt zwischen dem Nahe-Fluss und dem Rotenfelsmassiv klebt sie am Abhang. Abweisend, steil und trutzig, gibt diese Lage nichts freiwillig her. Qualität lässt sich hier nur mit Geschick und in Handarbeit „erobern“.

Mit nur 1,2 ha zählt dieser ebenso spektakuläre wie steile Weinberg mit seinen charakteristischen Steinterrassen und Trockenmauern zu den kleinsten Spitzenlagen Deutschlands. Das Gut Hermannsberg besitzt hier das „Filetstück“ mit 0,8 ha, bepflanzt mit durchschnittlich 25 Jahre alten Riesling-Reben. „Die kommen jetzt langsam ins interessante Alter“, übt sich Karsten Peter in Understatement.

Der Weinberg gleicht einem strikt nach Süden exponierten Amphitheater, mit der 180 m hohen, jäh aufragenden, bei Sonnenuntergang rot glühenden Wand des Rotenfels (sic!) im Rücken, die einem riesigen Sonnenspiegel und Wärmespeicher gleicht. Die am Fuß der Bastei vorbeifließende Nahe sorgt für Kühlung: So entsteht ein Mikroklima mit beträchtlichen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht, die zur Aromenbildung in den Trauben wesentlich beitragen.

Der Boden? So gut wie keine Feinerde, de facto nur Stein und Geröll, die der Rotenfels im Lauf der Jahrtausende in die Tiefe gespuckt hat: sogenannter Rhyolith, eine Sonderform des Vulkangesteins Porphyr. Die quer zum Hang terrassierten Rebzeilen verhindern eine zu starke Bodenerosion und binden das Regenwasser länger im Hang. Allerdings erfordert diese Ausrichtung eine extrem gewissenhafte und ausgetüftelte Laubarbeit, da eine Seite der Rebstöcke nach Süden, die Rückseite nach Norden, zum Fels hin, weist. Peter: „Wir müssen aufpassen, dass wir nach Süden hin nicht zu viele Blätter wegnehmen, sonst besteht Gefahr, dass die Trauben in der prallen Sonne verbrennen.“

Die Bastei begünstigt hohe Traubenreife, etwas geringere Säurewerte und extreme Mineralität. Der sehr „präsente“ Bastei-Riesling hat eine fast rauchige Art mit einer „heißer Feuerstein, auf den Regen fällt“-Charakteristik, untermischt mit leichter Salzigkeit und feiner Kräuterwürze. „Eine seltene Kombination aus Komplexität und durch die Mineralität geformter Eleganz“, so Peter.

Für ihn sei die Bastei qualitativ absolut gleichzustellen mit den beiden anderen Großen Gewächsen, doch habe sie ihren eigenen, unverkennbaren Charakter. Diesen genau zu definieren, grenze beinahe schon ans Philosophische. Daher verweist Karsten Peter auf die untrügliche Probe aufs Exempel und zitiert eine alte Winzerweisheit: „Die Wahrheit liegt im Glas!“

Kühler Hermannsberg, heiße Kupfergrube

Die ehemalige Gutsverwaltung Niederhausen-Schlossböckelheim startet neu durch – als „Gut Hermannsberg“

Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers. – Wenn dieses Wort Gustav Mahlers stimmt, dann brennt’s in Niederhausen lichterloh.

Dort sind die Ambitionen groß, die ehemalige „Gutsverwaltung Niederhausen-Schlossböckelheim“ mit neuem Besitzer – Jens Reidel –, neuem Team und unter dem neuem Namen „Gut Hermannsberg“ wieder an die glanzvollen Zeiten heranzuführen. Damals gehörte die fantastisch auf einer Anhöhe über der Nahe mitten in den Weinbergen gelegene Weindomäne zu den besten Rieslingproduzenten Deutschlands.

Die Voraussetzungen sind hervorragend: 30 Hektar ausschließlich „Erste Lagen“, allen voran zwei der besten Riesling-Lagen des Landes – der Niederhäuser Hermannsberg und die Schlossböckelheimer Kupfergrube.

„2009 ist der erste Weinjahrgang der neuen Mannschaft. Er soll zeigen, welches Riesenpotenzial da ist und wo die Reise hingeht. Unser Ziel ist, der großen Geschichte der Domäne gerecht zu werden und einen Spitzenplatz wiederzugewinnen“, sagt Karsten Peter, auf Gut Hermannsberg für die Weinberge und den Keller verantwortlich. „Wir konzentrieren uns auf trockene Rieslinge in höchster Qualität, mit lagentypischer Aromatik, fein geschliffen, finessenreich, lange lagerfähig.“

Das heutige Gut Hermannsberg war 1902 als königlich-preußische Weindomäne gegründet worden, mit dem Ziel, „den Ruf des Nahe-Weins in aller Welt bekannt zu machen“.

Allerdings mussten erst der Wald gerodet, mehrere 100.000 Kubikmeter Erde und Fels bewegt, Steinmauern errichtet und hinterfüllt werden, um jene steilen Weinberge zu schaffen, die in den folgenden Jahrzehnten als Niederhäuser Hermannsberg und Schlossböckelheimer Kupfergrube Weine mit legendärer Brillanz und Mineralität hervorbringen und damit Riesling-Geschichte schreiben sollten.

Die direkt neben dem Gutshaus, spektakulär am Fuß einer Felswand liegende, steil in die Tiefe stürzende Kupfergrube verdankt ihren Namen einer ehemaligen Kupferschürfung.

Der Boden dieser strikt nach Süden ausgerichteten Wärmeinsel besteht aus äußerst mineralreichem vulkanischen Verwitterungsgestein (Porphyr), überlagert von Grauschiefer, der vor 100 Jahren bei der Gestaltung des Weinberges künstlich aufgeschüttet wurde.

Auch der dem Gutshaus vorgelagerte Hermannsberg orientiert sich nach Süden. Seine von Tonschiefer geprägten Böden sind allerdings eiszeitlichen Ursprungs.

Karsten Peter: „Die Weine aus diesen beiden Lagen sind wie Tag und Nacht: Der Hermannsberg mit seinem eiszeitlichen Boden liefert ‚kühle’, cremige, kräftige Weine. Sie sind verschlossener, brauchen Zeit, sich zu öffnen. Die Kupfergrube mit ihren vulkanischen Böden dagegen bringt ‚heiße’, expressive Weine mit mineralischem Rückgrat hervor, die sich früher öffnen.“ Dies zeige, dass der Riesling ein Medium ist, das den Boden im Wein erlebund nachvollziehbar mache.

Gut Hermannsberg liegt in einem klimatisch besonders begünstigten Teil des Nahe-Tals. Es kühlt nachts relativ stark ab, tagsüber aber sticht die Sonne direkt in die Hänge.

Das Gestein in der Kupfergrube wird im Sommer so heiß, „dass dir die Socken qualmen“ (Peter). Felsen, Mauern und die Steine in den Weingärten speichern die Wärme, hohe Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht begünstigen die Entwicklung feiner Aromen. Aufgrund der halsbrecherischen Steillage ist die Sonneneinstrahlung auch im Herbst noch optimal. Peter: „Die lange Vegetationsperiode gibt dem Riesling Zeit, seine Aromen langsam und gleichmäßig auszubilden.“

Die Weinberge werden sehr aufwändig in Handarbeit bewirtschaftet – vom Rebschnitt über die Laubarbeit bis zur, in mehreren Durchgängen ablaufenden Lese der jeweils reifsten Traubenpartien.

Das Lesegut jeder kleinen Einzelparzelle, allein in der Kupfergrube mehr als 20, wird im Keller in Bezug auf Pressen, Maischestandzeit sowie Vergärung individuell behandelt und inzig verschiedenen Einzelchargen getrennt vinifiziert. Erst später wird über die Cuvéetierung entschieden. Peter: „Wichtig sind uns eine langsame, aromaschonende, nicht zu kühle Gärung und ein langer Hefekontakt, um aufdringliche, ‚nuttige‘ Aromen zu vermeiden und feine, elegante vielschichtige Sekundäraromen zu begünstigen.“

Von der königlich-preußischen Weindomäne 1902 zum modernen Gut Hermannsberg 2010: Das Feuer der Tradition brennt wieder.

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